Wassertropfen

Die Wassertropfen

Kerstin Strack erfasst durch die Kronenbildung einen Ruhepunkt des gerade eingetauchten Wassertropfens. Diese Ruhe wird in der ruhigen Oberfläche des die Krone umgebenden Wasser fortgeführt. Beides steht in einem wunderbaren, spannenden Kontrast zu dem oberen, sich gerade bildenden Wassertropfen: wird er sich noch ein wenig aufblähen, oder nicht doch sofort fallen, oder doch noch ein bisschen hängen bleiben? Kerstin Stracks Malerei strahlt Ruhe aus und minimiert die Spannung in einer zu erwartenden Bewegung. Horst Heckroth nimmt diese Spannung in einem umgekehrten Verhältnis auf. Lediglich der gerade wieder aus dem Wasser hervorgehende Tropfen bildet so etwas wie Ruhe, während der Rest der Fotografie die Bewegung einfriert. Die Fotografie ist dynamisch angelegt, lediglich ein kleiner Teil ruht inne, aber auch nur für einen sehr kleinen Augenblick. Zu diesem Gegensatz passt auch das Spannungsverhältnis des Blau in der Malerei gegenüber der vom Rot dominierten Fotografie.